Vorstellung der ISGE


Liebe Mitglieder der AGE,

ich freue mich sehr, dass ich Ihnen die ISGE und den kommenden Kongress in Cape Town vorstellen darf. Nun wird der ein oder andere sagen: „Noch eine Fachgesellschaft“. Dies kann ich gut nachvollziehen, trotzdem glaube ich, dass die ISGE für einige doch interessant sein kann.


Die ISGE wurde 1989 von Europäischen und Nordamerikanischen  Endoskopikern gegründet und hält seit 1996 jährliche Kongresse und je ein Regionalmeeting ab. Darüber hinaus zahlreiche Kurse rund um die Welt. Die ISGE hat dabei vor allem den Fokus auf weniger entwickelte Regionen auf dem Globus, in denen allerdings die Mehrheit der Menschen lebt.
Die Akteure kommen von allen Kontinenten, sind gleichberechtigt und werden demokratisch für jedes Mitglied transparent und zugänglich in die Boards gewählt. Neben den aktiven Akteuren sind auch zahlreiche inaktive Kolleginnen und Kollegen wie z.B. Harry Reich, Jaques Donnez u.a. vertreten und reisen zu den meisten Veranstaltungen an. Dies ergibt ein sehr heterogenes Bild, welches auch die Bedürfnisse global widerspiegelt und nicht ausschließlich auf Länder mit sogenannter Hochleistungsmedizin fokussiert ist. Daher gibt es auch Raum für Traditionelles und Bewährtes.


Die ISGE schöpft aus einem großen Fundus und hat die Möglichkeit, über ein Video Journal und einen Syllabus den Mitgliedern Lehrmaterial von verschiedensten Blickwinkeln und besonderer Expertise zur Verfügung zu stellen. Die Akkreditierung, die v.a. von ausländischen Kolleginnen und Kollegen genutzt wird, ist an die Vorgehensweise der ESGE angelehnt. Vor allem der Austausch zwischen den Realitäten der gesamten Welt macht die ISGE sehr spannend.
Die ISGE hat ihren Aktionsradius nach China ausgeweitet und wird zukünftig auch Südamerika mehr in den Fokus nehmen. Für Menschen, die den Austausch lieben und auch nicht reisescheu sind, bieten wir ein ideales Forum.


Nach Kongressen in Kenia, Jamaika, Indien und Kamerun  treffen wir uns vom 15.-18. April 2019 zum jährlichen Treffen in Cape Town. Es handelt sich um ein Elefantentreffen, da auch die ESGE Mitveranstalter ist. Neben zahlreichen Workshops mit Live-Operationen unter namhafter Leitung gibt es ein breitgefächertes Programm rund um die Endoskopie in der Gynäkologie.


Cape Town ist nicht nur eine sehr schöne Stadt, sondern auch die folgende Südküste ist mehr als eine Reise wert. Im April erwartet die Gäste mildes Spätsommerwetter, was den Erfahrungsaustausch sicher noch intensiviert. Ich würde mich freuen, auch Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland in Cape Town begrüßen zu können.

Herzliche Grüße
Günter Noé